Projekteinblicke zu Druckerhöhungsanlagen
Die Inhalte werden so aufbereitet, dass Ausgangslage, technische Bearbeitung, verfügbare Bilder, Grafiken und belastbare Daten nachvollziehbar dargestellt werden können.
Betreiber-, Standort- oder sicherheitsrelevante Anlagendetails werden nicht öffentlich genannt.
Objekt: Druckerhöhungsanlage Nr. 10 / DEA-10
01 Ausgangslage
Funktion: Sicherstellung des erforderlichen Druckniveaus in einem Abschnitt der Trinkwasserverteilung.
Zustand vor der Modernisierung: wechselnde Fördermenge, schwankender Eingangsdruck, nicht stabiler und zeitweise überhöhter Ausgangsdruck, hohe Grundlast der Leistungsaufnahme, niedrige energetische Effizienz.
Aufgabe: realen Lastverlauf auswerten, Pumpenkombination für den gesamten Fördermengenbereich festlegen, Ausgangsdruck stabilisieren und Energiebedarf reduzieren.
02 Datengrundlage
Für die Bewertung wurden mehrtägige Messdaten zu Fördermenge, Eingangs- und Ausgangsdruck sowie Leistungsaufnahme ausgewertet.
03 Technische Bewertung
Auf Basis der Messdaten wurden mögliche Pumpenkombinationen modellgestützt verglichen. Die gemessenen Zeitreihen für Fördermenge und Eingangsdruck wurden für alle Varianten unverändert als Eingangsgrößen verwendet. Ziel war ein vorgegebener Ausgangsdruck bei möglichst geringem Energiebedarf; daraus wurde die energetisch günstigste Lösung ausgewählt.
04 Vergleich vor und nach der Modernisierung
Nach der Modernisierung wurden die Betriebsdaten erneut gemessen und den Ausgangsdaten gegenübergestellt. Verglichen werden Ausgangsdruck, Leistungsaufnahme, spezifischer Energieverbrauch und Wirkungsgrad.
- Der überhöhte Förderdruck wurde reduziert: Der Ausgangsdruck liegt nach der Modernisierung niedriger und deutlich stabiler.
- Die neue Pumpenkombination deckt auch geringe Fördermengen besser ab; dadurch sinkt die minimale Leistungsaufnahme deutlich.
- Feinere Leistungsabstufung und Drehzahlregelung ermöglichen eine bessere Anpassung an Lastverlauf, Eingangsdruck und erforderlichen Ausgangsdruck.
Was zeigt dieser Projekteinblick?
- Ausgangszustand der Anlage vor der Modernisierung
- Messdaten zu Fördermenge, Eingangs- und Ausgangsdruck sowie Leistungsaufnahme
- Auswahl und Bewertung geeigneter Pumpenkombinationen
- Vergleich der Betriebsdaten vor und nach der Modernisierung
Modellgrundlage
Die Modellrechnung bildet den gemessenen Betriebsverlauf der Anlage nach – mit dem zeitlichen Verlauf von Fördermenge und Eingangsdruck.
Für die Pumpenberechnung wurden veröffentlichte Herstellerkennlinien mathematisch approximiert.
Gezeigt ist die CR 10-5; die Variante mit fünf Pumpen dieses Typs wurde als bevorzugte Anlagenlösung bewertet.
CR 10-5 – Approximationsformeln
H(Q) = − 0,843 Q² + 12,611 Q + 9,282P2
P2(Q) = − 0,000457 Q³ + 0,001258 Q² + 0,148661 Q + 0,525
P1(Q) = − 0,000517 Q³ + 0,001899 Q² + 0,157715 Q + 0,712
η(Q) = 0,000489 Q³ − 0,017102 Q² + 0,188482 Q
Wirtschaftliche Einordnung
Amortisationszeit: rund 3,5 Jahre bei Investitionskosten von ca. 50.000 Euro. Berücksichtigt wurden nur Investitions- und Energiekosten.
Frage zu unserem Ansatz?
Wenn Sie eine technische Fragestellung haben oder mehr zu unserer Arbeitsweise, den Modellen, Förderthemen oder Projektbeispielen wissen möchten, können Sie Ihre Anfrage frei formulieren.
Wir prüfen die Angaben und melden uns mit einer passenden Rückmeldung.
Was hilft für die Einordnung?
- Thema Ihrer Anfrage
- Bezug zu Anlage, Projekt oder Methode
- Betriebs-, Mess- oder Energiedaten, falls relevant
- Unterlagen, Fotos, Skizzen oder kurze Beschreibung des Ausgangspunkts